1.01 The wrong Path / Der falsche Weg

Erstausstrahlung
USA 16.01.1995 | D 08.12.1995

Gastauftritte: Iolaus - Michael Hurst. Alkmene - Elisabeth Hawthorne.
Lycus - Mick Rose. Aegina - Clare Carey.
Drehbuch: John Schulian | Regie: Doug Lefler

Hercules hat sich in seinem neuen Leben als Familienvater gemütlich eingerichtet, das nur von gelegentlichen Wirtshausschlägereien an der Seite seines Freundes Iolaus unterbrochen wird.

Doch Hera, seiner fiesen Stiefmutter, ist dieses Idyll ein Dorn im Auge - scheinbar aus einer Laune heraus tötet sie Hercules' gesamte Familie - Deianeira, seine Frau, Aeson, Klonus und Ilea, seine Kinder. Nicht einmal Zeus wagt es, ihrem Treiben Einhalt zu gebieten. Hercules ist mit der Welt und den Göttern fertig. Alles, was ihm geblieben ist, sind die Erinnerungen an ein glückliches Leben. Er verbrennt, was von diesem Leben noch übrig ist und schickt sogar Iolaus sowie einen Hilfesuchenden, Lycus, fort. Er will niemanden um sich haben.

Lycus klagt daraufhin Iolaus sein Leid - in seiner Heimat werden junge Männer von einem Monster, dem Sie-Dämon, zu Stein verwandelt. Eigentlich wollte Lycus, dass Hercules ihm hilft, aber Iolaus springt in die Bresche und zieht mit Lycus in dessen Heimat, während Hercules seine Mutter Alkmene aufsucht. Diese versucht, seinen Vater Zeus in Schutz zu nehmen, doch genau das wollte Hercules nicht hören. Er beschließt daraufhin, alle sieben Tempel Heras zu zerstören. Alkmene kann ihn nicht davon abbringen.

Im ersten der Tempel befreit Hercules die Sklavin Aegina, die Hera geopfert werden sollte. Er schenkt ihr die Freiheit; Aegina bittet ihn daraufhin, ihn in ihre Heimat zurückzubringen, die zufällig das Dorf ist, zu dem auch Lycus und Iolaus unterwegs sind.

Als Hercules und Aegina in Istar ankommen, muss Hercules feststellen, dass auch Iolaus dem Sie-Dämon zum Opfer gefallen ist, als er dessen zu Stein erstarrte Gestalt am Eingang zur Höhle des Dämons findet. Aufgerüttelt durch den scheinbaren Verlust des Freundes nimmt Hercules den Kampf mit dem Dämon auf, der oben herum eine verführerische Frau ist, ab Körpermitte abwärts jedoch schlangengleich ist. Der Dämon besiegt sich selbst durch eine Berührung mit ihrer eigenen Schwanzspitze; sie verwandelt sich in Stein, während ihre Opfer ins Leben zurückkehren.

Auf dem Weg zurück erzählt Iolaus, er habe Deianeira und die Kinder "auf der anderen Seite" gesehen; es gehe ihnen gut. Hercules beschließt, auf Wanderschaft zu gehen.

***

In der Mythologie war Herakles derjenige, der in einem Anfall von Blutrausch seine Frau und seine Kinder umbrachte; hier kommt am deutlichsten zum Ausdruck, dass die Verantwortlichen der Serie sich zwar an Herakles' Heldentaten, jedoch nicht an seinem Charakter orientieren wollten. Ich bin ihnen nicht einmal böse, dass sie Hercules zum Opfer statt zum Werkzeug machten... ;-) Abgesehen davon hatte Tawny Kitaen (Deianeira) klar gemacht, dass sie auf keinen Fall längerfristig zur Verfügung stünde. Also schlug Schulian (Autor) zwei Fliegen mit einer Klappe, und Hercules hatte auf einmal jeden Grund, sich frei und ungebunden durch Griechenland zu bewegen.

 



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