1.11 The vanishing dead / Die verschwundenen Toten

Erstausstrahlung
USA 24.04.1995 | D 16.02.1996

Gastauftritte: Iolaus - Michael Hurst. Jarton/Ares - Reb Brown.
Daulin - Eric Thompson. Poema - Amber-Jane Raab

Drehbuch: Andrew Dettmann & Daniel Truly | Regie: Bruce Campbell
"Tilling fields is not exactly my idea of having fun." Iolaus zu Anfang der Folge.

"If I have to choose between ghosts and tilling fields - ghosts are good!". Im weiteren Verlauf der Folge. ;-)

***

Von den Schlachtfeldern verschwinden immer mehr tote Soldaten spurlos. Da ihre Körper nicht beerdigt werden können, können die Toten nicht in die Unterwelt wechseln; ihre Geister sind dazu gezwungen, in der Oberwelt zu bleiben. Ein junger Bursche wendet sich Hilfe suchend an Hercules und Iolaus, nachdem ihm der Geist seines Bruders erschienen war.

Hercules und Iolaus sind von den Neuigkeiten beunruhigt. Noch beunruhigter ist Hercules jedoch, dass er die Kriegsparteien kennt - es sind die Kinder seines alten Freundes Tantalus, dessen Sohn Daulin den Thron übernommen hat und seither gegen seine rebellische Schwester Poema Krieg führt. Hercules kann nicht glauben, dass die beiden Geschwister, die er hat aufwachsen sehen, miteinander so zerstritten sein sollen. Er lässt Iolaus bei Daulin und sucht Poema auf; in deren Lager trifft er auf den alten Heerführer Jarton, ebenfalls einen Freund aus vergangenen Tagen. Die beiden erklären ihm, dass Daulin seinen Vater ermordet haben soll und sie deshalb gegen ihn Krieg führen. Hercules hält das alles für ein riesiges Missverständnis, doch bevor er dieses aufklären kann, muss er sich ein Bild von den Schlachtfeldern machen, von denen die Toten verschwinden. Dabei entdeckt er verräterische Spuren - Spuren von Grægus, dem furchterregenden Götterhund, der sich von Menschenfleisch ernährt und der sehr zu Hercules' Unbehagen auf Ares hört. Hercules argwöhnt daraufhin, dass sein ungeliebter Halbbruder seine schmutzigen Finger in dieser Familienfehde hat.

Iolaus wird die Zeit bei Daulin unterdessen zu lang. Er zieht auf eigene Faust los, um Hercules zu suchen und um ihn davon zu informieren, dass Daulin um jeden Preis zum entscheidenen Schlag gegen das Heer seiner Schwester ausholen will. Natürlich ist Poema sofort entschlossen, einen Präventievschlag gegen Daulin zu führen. Die Dinge geraten ein wenig aus dem Ruder, und so fällt Hercules erst spät auf, dass Iolaus auf einmal verschwunden ist. Bevor er sich dem Geschwisterkrieg widmen kann, muss er seinen Freund suchen. Er findet ihn - und befindet sich auch gleich in einer hübschen Falle, die sein Halbbruder Ares für ihn bereitet hat. Ares, der sich des Körpers von Jarton bemächtigt hat und der Hercules mit größten Vergnügen erklärt, wie sehr er dieses Spiel "Bruder gegen Schwester" genießt - all die Gewalt, das Blutvergießen, den Hass. Jarton/Ares verschwindet, um die große Schlacht zu beobachten. Hercules bekommt es statt dessen mit Grægus zu tun. Gemeinsam mit Iolaus schafft er es, den Götterhund festzubinden. Erst dann können die beiden versuchen, die Schlacht zwischen Daulin und Poema aufzuhalten.

Doch sie sind nicht allein: die Geister aller getöteten Soldaten, deren Körper Grægus gefressen hat, schließen sich ihnen an. Die Heere halten angesichts der Geisterscheinungen inne. Das passt Jarton/Ares überhaupt nicht ins Konzept - er greift seinen verhassten Halbbruder Hercules direkt an. Die Kraft für seine Blitze, mit denen er Hercules ein ums andere Mal zu Boden schickt, nimmt er aus der hasserfüllten Stimmung um ihn herum. Hercules erkennt, dass Ares nur so stark ist wie die negativen Emotionen, die ihn umgeben. Er selbst weigert sich deshalb zu kämpfen, auch wenn Ares' Schläge ihm noch so viel Schmerzen zufügen. Daulin erkennt schließlich, worum es geht und befiehlt seinen Leuten, die Waffen niederzulegen - das gleiche auch auf Poemas Seite. Ares verliert seine Kraft und kann auch nicht länger den Körper Jartons beherrschen - er flieht und mit ihm sein Götterhund.

Auf beiden Seiten herrscht große Freude über den glücklichen Ausgang des Krieges, denn Daulin hat keineswegs seinen Vater getötet. Das war nur die Lüge, die Jarton/Ares benutzt hatte, um den Krieg anzufachen.

Doch noch ist nicht alles erledigt: der Körper Jartons muss beerdigt werden, um seinem Geist die Reise in die Unterwelt zu ermöglichen. Auch die Geister der anderen Gefallenen können die Reise antreten.



zurück weiter